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Jüdischer Friedhof Leoben

Geschichte

Ab dem Jahr 1891 befand sich im Bereich südlich der heutigen Aufbahrungshalle, direkt an die östliche Friedhofsmauer zur Scheiterbodenstraße angrenzend, der jüdische Teil des Zentralfriedhofes Leoben. Er diente der ehemaligen israeilitischen Gemeinde von Leoben als Begräbnisstätte, und verfügte über eine kleine Verabschiedungshalle. Der Friedhof und die Verabschiedungshalle wurden in der Progromnacht vom 9. zum 10. November 1938, der sogenannten Reichskristallnacht1), vollständig zerstört. Die Grabsteine wurden dabei weggeschafft und sind nicht mehr erhalten.

Mahnmal

Im Jahr 2008 errichteten Schüler, im Rahmen eines Schulprojektes, ein kleines Mahnmal2). Dabei verlegten sie Steinplatten, die symbolisch für die verwüsteten Gräber der 57 auf diesem Friedhof bestatten Frauen, Männer und Kinder stehen. Außerdem legten sie ebenfalls mit Steinplatten den Grundriss der ehemaligen Verabschiedungshalle nach.

http://intermerker.de/bilder/index.php/Friedhof/Leoben-Judischer-Friedhof-GedenktafelAm Hauptweg neben der heutigen Aufbahrungshalle erinnert ein kleiner, von der Stadtgemeinde Leoben errichteter, Gedenkstein an den ehemaligen jüdischen Friedhof. Desweiteren sind an der östlichen Friedhofsmauer, zur Scheiterbodenstraße hin, zwei Gedenktafeln angebracht. Eine mit Informationen zum ehemaligen jüdischen Friedhof und einer Abbildung der ehemaligen Verabschiedungshalle. Auf der anderen Gedenktafel sind die Namen der 57 Bestatteten vermerkt.

Auf dem Übersichtspan des Friedhofes am Haupteingang wird das Mahnmal als Gedenkstätte, ohne weitere Angaben bezeichnet. In dem, im Internet veröffentlichten, Plan3) der Friedhofsverwaltung der Stadtwerke Leoben findet sich kein Hinweis auf das Mahnmal.

europa/oesterreich/styria/leoben/juedischer_friedhof.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/09 17:33 von admin