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Malawi Blues / Njira

Schon das Zusammentreffen von Malia und Boris Blank betrachte ich als absoluten Glücksfall. Brachte es doch mit Convergence ein Album hervor, das zu meinen Lieblingsplatten zählt. Die Verbindung einer großartigen Stimme mit dem perfekten Sound des Herrn Blank. Meiner Meinung nach, war nichts an diesem Album was nicht passt. Anders es in den vorigen Alben wurde bei Convergence die unvergleichliche Stimme von Malia besonders hörbar. Dieser etwas raureife Diamant bekam durch die Produktion von Blank den perfekten Glanz.

Doch wie geht es danach weiter? Schließlich waren Malias Vorgängeralben, meiner Ansicht nach, in ihrer Produktion weit weniger strahlend. Also stellt sich die Frage, wie kann Malia an ihre hervorragende Arbeit mit Boris Blank anschließen? Wird sie weitergehen wie mit ihm oder zurückgehen zu dem was vorher war?

Mit Malawi Blues / Njira zeigt sie, dass sie weder das eine noch das andere tut. Sie geht ihren eigenen Weg konsequent weiter. Ohne jedoch das Beste des vorherigen zurückzulassen. Somit ist auch Malawi Blues / Njira eine erneute Konvergenz. Eine die aus den Wurzeln des klassischen Jazz, Blues und Soul schöpft. Die aber auch nicht mehr unter das musikalische Niveau zurückfällt, welche Malia durch ihre Arbeit mit Boris Blank erreicht hat. Mehr noch, weil sie hier eine Fusion des Jazz mit dem Klang Afrikas schafft. Das jedoch auf Augenhöhe. Da trifft nicht Intellektualität auf Ethno. Nein, sie würzt das eine leicht mit dem nach, aus dem es einst entstand. So schafft sie eine perfekte Mischung. Ausgewogen aber nie beliebig. Sowohl die Instrumentierung als auch die Produktion folgen diesem Prinzip. Nicht zu zu viel um ihre, außergewöhnliche Stimme untergehen zu lassen. Doch ausreichend, dass sie wieder ihre hervorragende Einzigartigkeit voll entfalten kann.

Als mein Fazit bleibt, Malawi Blues / Njira ist nicht wie ihr Tribute an Nina Simone. Es ist auch nicht wir Konvergenz mit Boris Blank. Malawi Blues / Njira ist von beiden etwas, aber besonders viel Malia selbst. Dieses Album steht für sich alleine, und den anderen in nichts nach.

Nicht unerwähnt lassen darf man ihre hervorragenden Mitmusiker. Alex Wilson der Malia nicht nur bei der Komposition der Songs zur Seite stand, sondern dessen kongeniales Klavierspiel prägend für dieses Album ist. Ebenso die dem Grundprinzip des Albums perfekt zuarbeitenden Dimitris Christopoulus am Double Bass und Edwin Sands. Letzterer verantwortlich für Drums und Percussion. Sowie Ahmed Fofana an der Gitarre. Dessen Spiel unaufdringlich aber nicht unauffällig dem Song Love Is Holding Both Our Hands und Friendship den perfekten Feinschliff gibt.

Leider wird wohl Malawi Blues / Njira nicht die Popularität von Convergence erreichen. Verdient hätte es dieses Album auf jeden Fall.

Titelliste

A1 MALAWI BLUES / NJIRA 05:43 Malia / ALEX WILSON
A2 LOVE IS HOLDING BOTH OUR HANDS 4:22 Malia / ALEX WILSON
A3 CHIPADZUWA 4:39 Malia / ALEX WILSON
A4 LET ME BREATHE 4:41 Malia / ALEX WILSON
A5 DISGRACE 3:46 Malia / ALEX WILSON
B1 THE SEED 4:24 Malia / ALEX WILSON
B2 BLACK WIDOW 5:00 Nenry Mancini
B3 MOON RIVER 5:18 Malia / ALEX WILSON
B4 FRIENDSHIP 4:04 Malia / ALEX WILSON
B5 WONDER OF THE WORLD 5:40 Malia / ALEX WILSON

Mitwirkende

Musiker

  • Malia : Gesang
  • Alex Wilson : Piano + Programming
  • Dimitris Christopoulus : Double Bass
  • Edwin Sanz : Drums + Percussion
  • Ahmed Fofana : Gitarre bei Love Is Holding Both Our Hands und alle Instrumente bei Friendship

Produktion

  • Produzentin : Malia
  • Musikalischer Direktor : Alex Wilson
  • Aufnahmeleitung : Nigel Hilbourne / Pete Min bei Friendship
  • Mix : Pete Min
  • Mastering : Götz-Michael Rieth im Eastside Mastering Studio Berlin

Cover

  • Fotos : Mali Lazell
  • Gestaltung : Büro Dirk Rudolph
musik/alben/malawi_blues.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/18 17:26 von admin